Barbara hat auf ihrem Reiseblog Barbaralicious zu einer spannenden Blogparade aufgerufen:

Meine Top-3-Momente: Happy auf Weltreise 

Eine direkte Weltreise (was ist eigentlich eine Weltreise?), habe ich noch nicht gemacht. Ich habe viele europäische Länder bereist und war in Marokko, Kolumbien, Neuseeland und Australien. Ich finde das kann man schon als Weltreise sehen, wenn man diese Länder alle zusammen setzt – eine zerstückelte Weltreise vielleicht.

Auf Anhieb vielen mir viele Momente ein, wo ich auf meiner zerstückelten Weltreise happy war. Sei es der Falschschirmsprung in Neuseeland, Kitesurfen in Italien, Skifahren in Frankreich, Wochenendtrips oder Festivalbesuche mit Freunden, entspannte Strandurlaube in Griechenland oder Spanien, Weihnachten in Bayern, Freizeitpark und Koalas in freier Natur in Australien, wwoofing in Deutschland,… Ich könnte diese Liste wohl noch ewig fortsetzen. Seit dem ich ein Baby bin, schon bevor ich mich erinnere, bin ich auf reisen. Zu erst mit meiner Familie, später mit Freunden und von der Uni aus und dann auch immer mal wieder alleine zu Orten, welche mich reizen und inspirieren.

Doch wann war ich happy? Glücklich und zufrieden war ich auf den meisten meiner Reisen. Ich liebe es zu reisen 🙂
Doch in welchen Momenten war ich nun wirklich, wirklich happy? Nachdem ich von der Blogparade gehört habe, bin ich nochmal in mich gegangen, habe an meine Reisen gedacht und dann vielen mir 3 Momente ein, wo ich wirklich GLÜCKLICH war. Dadurch das ich so viel reise muss ich aufpassen, dass es für mich nicht selbstverständlich wird. In einer gewissen Weise ist das Reisen für mich selbstverständlich geworden. Aber generell ist es nicht verständlich zu reisen. Es gibt viele Menschen welche nicht regelmäßig, oder sogar überhaupt nicht reisen können. Die Momente wo ich wirklich happy war, waren Momente tiefer Dankbarkeit. Es waren Situationen, welche ich sehr genossen habe und in welchen mir auf einen Schlag bewusst wurde, wie dankbar ich dafür bin, dass ich reisen kann und diese Situation erlebe.

Dankbarkeit ist für mich ausschlaggebend für ein großes Glücksgefühl auf Reisen. 

#1 Marokko, Dorfleben – Zurück zum Ursprung

2013 bin ich das erste Mal außerhalb von Europa gereist. 6 Wochen war ich in Marokko und bin in eine ganz neue, mir fremde Welt eingetaucht. Ich war in Rabat, Marrakesch, Essaouira UND AUF DEM LAND. Die Menschen waren überall sehr gastfreundlich und nicht vergleichbar mit denen in Deutschland. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und kann dir eine Reise nach Marokko wärmstens (es war teilweise bis 55 Grad warm..) empfehlen. Die 10 Tage auf dem Land habe ich sehr genossen. Ich war einfach happy und dankbar über die Erfahrung, die Situation, die Erlebnisse. Ich durfte auf einem Kamel sitzen, auf einem Esel reiten, habe viele Tiere gestreichelt welche es bei uns nur im Zoo gibt. Die Erfahrung hat mich tief berührt, zu sehen wie die Leute selbstversorgerisch auf dem Land wohnen, in Lehmhäusern, arm aber glücklich und gastfreundlich. Die Tiere laufen draußen, die Kinder spielen, man ist hilfsbereit und lebt minimalistisch und froh. Dankbar für das was man hat.

 

#2 Kolumbien, Bogota – Mount Monserrate

Kolumbien hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich am Check-in gefragt wurde, ob ich mir sicher bin und keine Angst vor Schießereien auf der Straße hätte, habe ich mich sehr wohl in diesem Land gefühlt. Naja, ich war auch nur in der Großstadt – wie das restliche des Landes aussieht kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass Kolumbien sehr daran interessiert ist und der Staat viel macht um das Land sicher zu bekommen.

In den Straßen gab es zahlreiche bunt bemalte Häuser, das Essen war sehr lecker und vegan tauglich, es gab Märkte mit günstigen und interessanten, für mich neuen, Obstsorten. Auch wenn mir die drei Wochen sehr gefallen hat, hat mir besonders mein Solo-Ausflug auf den Mount Monserrate sehr gefallen. Ich habe mich erst schwer getan den Berg zu finden und dachte schon das wird nichts mehr, und dann erkannte ich die Gondel welche auf den Berg führt. Der Mount Monseratte bietet eine einmalige Sicht auf Bogota. Dadurch das ich die ganze Zeit kaum allein unterwegs war, hatte ich nicht wirklich Zeit in der Stadt zur Ruhe zukommen. Aber als ich dann alleine auf dem Mount Monserrate saß, die Aussicht genoss und mir bewusst wurde das ich gerade in Kolumbien bin, erwachte in mir ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit.Glücklichsein dafür, dass ich die Möglichkeit habe mal eben nach Kolumbien zu fliegen. Das Gefühl war einfach tiefe Zufriedenheit und ich verließ den Ort erst, als es schon langsam dunkel wurde.

 

 

#3 Hongkong – Zwischenstopp auf dem Weg nach Neuseeland

Von Düsseldorf, über London und Hongkong ging es für mich im Frühling 2015 von Deutschland nach Neuseeland. 8 Monate in Neuseeland standen vor mir, der Vorbereitungsstress, der Stress alle Freunde und Familienmitglieder nochmal sehen zu wollen, 2 Wochenendtripps die ich noch unterbrachte und nicht zuletzt die ganze Aufregung vielen auf diesem Flug von mir ab. 2 Tage für mich, 2 Tage mit wunderbaren Aussichten – das ich Langstreckenflüge sehr genieße (wenn sie bloß nicht so unnachhaltig wären..), wurde mir schon bewusst als ich nach Kolumbien reiste. Doch diese 2 Tage Flug habe ich sehr genossen. Schon in London wurde ich bei meinem Zwischenstopp von einem sehr schönen Sonnenuntergang begrüßt. Als ich dann meinen zweiten Zwischenstopp hatte, erwartete mich ein wunderschöner Sonnenuntergang in Hongkong. Es war ein tolles Gefühl in 2 Tagen in Deutschland, England, China und Neuseeland sein zu können. Ich hatte das Gefühl als lege mir die Welt zu Füßen und ich könnte überall hinreisen, wenn ich das möchte. Ich war tief dankbar dafür, dass ich die Möglichkeit für diese Reise habe und hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Startort erblühte im Frühling, während in Neuseeland schon der Herbst wartete. Und durch die Sonnenuntergänge bei beiden Zwischenstopps wusste ich auch nicht mehr wirklich ob es jetzt Tag oder Nacht war. Es war toll in einer so kurzen Zeit so viel zu sehen. Von oben auf Düsseldorf, London, chinesische Bergweiten blicken zu können. Ich war einfach nur frei und glücklich.

Hattest du auch schon mal ein tiefes Glücksgefühl auf reisen? Ist das bei dir auch mit Dankbarkeit verbunden, dafür das du reisen kannst? Erzähl mir von deinen reisen, sind sie normal oder was besonderes. Welches Gefühl hast du dabei? Schreib mir jetzt einen Kommentar, ohne groß nachzudenken und ich bin gespannt auf dein Gefühl. 🙂