Was für Angewohnheiten haben Food Blogger? Kochen Sie täglich sehr aufwendig, um interessante, aber nicht alltagstaugliche, Gerichte zu kreieren? Essen sie ihr eigentlich warmes Essen kalt, weil sie zuvor noch das perfekte Foto machen wollten? Schmeckt das Essen überhaupt, oder sieht es einfach nur gut aus?

Diese und weitere Fragen kann man sich schon mal stellen, wenn man die immer wieder perfekten Bilder von einigen Food Bloggern sieht.

Stephi von MEINMINI.ME hat zu diesem Thema eine Blogparade gestartet, welche sich mit der Kochtopfrealität beschäftigt. Die Blogparade findest du hier: Kochtopfrealität – eine Blogparade und mein Beitrag zu dieser Blogparade folgt nun:

Kochtopfrealität von Freeveganlife: 

Erst mal zu den Fakten:
Vegan: ja, 99% (Wenn mir doch alle paar Monate ein Lebensmittel unterkommt, auf dessen Packung steht „Kann Spuren enthalten von …“ sehe ich das nicht so ganz streng).

Bio: Ein Kann, kein Muss.

Ziel 1: 90% Clean Eating
Ziel 2: 90% ohne Plastik

Einkaufsverhalten:
Supermarkt: leider noch zu viel …
Supermarkt ohne Verpackung: 0,00 % (Ich war leider noch nie in einem Supermarkt ohne Verpackung. Aber als ich neulich danach googelte, bisher kannte ich nur den in Berlin, war ich begeistert das es dieses Konzept nun in immer mehr Großstädten zu geben scheint).
Online Bestellung: 1% (Ich habe glaube ich erst einmal etwas zu Essen online bestellt. Ich gebe zu, dass ich zu bequem war sämtliche Läden nach den Shirataki Nudeln (= Null Kalorien Nudeln) abzusuchen).
Wochenmarkt: 5% (Wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, begleite ich sie hin und wieder auf den Wochenmarkt. Mich hat bisher immer der Gedanke abgeschreckt, dass ich dachte es wäre unglaublich teuer. Ich will ihm dennoch in nächster  Zeit eine Chance geben, weil ich das Feeling auf Wochenmärkten toll finde und es einfach super ist, dass man vieles in Papier abgepackt bekommt).
foodsharing: 15% (In letzter Zeit immer mehr. Ich bin begeistert von der Idee Lebensmittel zu retten und diese geretteten Lebensmittel umsonst zu erhalten und zu verarbeiten. Möchtest du mehr zu dem Thema erfahren ließ auch meinen Artikel: KOSTENLOS vegan und gesund ernähren.

Nun da du weißt wo ich meine Lebensmittel einkaufe, möchte ich dir einen ganz privaten Blick in meinen Kochtopf genehmigen. Und wer weiß am besten über meine Kochgewohnheiten Bescheid, wenn nicht mein Kochlöffel. Könnte dieser sprechen, würde er meine Kochgewohnheiten im Alltag wie folgt beschreiben:

  1. Keine Zeit für Frühstück? Falsch! Keine Zeit für ein aufwendiges Frühstück. Also nur schnell Bananen schälen und zusammen mit Spinat und Wasser in den Mixer, fertig ist der frische, vegane, cleane Frühstücksdrink.
  2. Haferschleim, Porridge, egal wie du es nennst. Ich liebe dieses warme Frühstück und esse es am liebsten zusammen mit Obst und Nüssen.
  3. Wenn schon gekocht wird, dann doch aber bitte gesund. Daher kommt täglich viel Obst und Gemüse auf den Tisch.
  4. Essen aus der Tiefkühltruhe, ja sehr gerne. Keine Sorge, wenn du dir deine Tiefkühlprodukte selbst zu bereitest, weißt du, im Gegenteil zu Produkten aus dem Supermarkt, ganz genau was in deinem Essen ist. Es kostet dich kaum mehr Zeit, wenn du eine größere Menge kochst. Größere Mengen haben den Vorteil das du am nächsten Tag eine Portion mit zur Arbeit nehmen kannst / oder du frierst dir die Reste portionsweise ein. (Beschriften nicht vergessen, oder sich später beim Aufwärmen überraschen lassen). 
  5. Kochen nach der folgenden Formel ist lecker und alltagstauglich. Während die Nudeln, der Reis und die Kartoffeln kochen, wird die Soße zubereitet. Auf diese Weise kann beides warm und fertig gekocht serviert werden.
  6. Salat ist nicht nur gesund, sondern er ist auch sehr schnell zubereitet und perfekt für unterwegs. Bei ein paar Minuten mehr Zeit kann dein Salat noch durch Toppings wie selbstgemachte Croutons, die Kerne des Granatapfels oder angebratenen Tofu verfeinert werden.
  7. Ich mag kochen, aber es soll eben schnell gehen. Wenn ich stundenlang in der Küche stehe, dann noch Essen will / muss und im Kopf sehe was noch an Arbeit ansteht, vergeht mir der Spaß am Kochen.
  8. Kochen mit oder für Freunde ist toll! Wenn ich dem Essen Zeit gönne und daraus ein schöner Abend wird, koche ich auch gerne mal aufwendiger und experimentiere mit neuen Rezepten. Ich kann mich dann meist kaum entscheiden was ich kochen möchte, und koche einfach mehrere verschiedene Sachen. Aber sowas geht im Alltag leider meistens unter.

Und wie komme ich zu den Fotos für meinen Blog? Folge mir bei Instagram und du wirst sehen, das meine Fotos nicht alle perfekt sind. Ich esse mein Essen bevor es kalt wird. Ich esse meine Nicecream oder trinke meinen Smoothie bevor er warm wird. Obst, Salat oder Snacks können durchaus noch mal gedreht und gewendet werden, bevor ich mich für ein Foto entscheide. Aber generell finde ich es wichtig, meinem Leser ein ehrliches Bild meiner Rezepte zu präsentieren. Tomaten am Rand drapieren, ein nettes Dekostück für das Foto in den Hintergrund stellen oder Kräuter über das Essen streuen, ist schnell gemacht und macht mir viel Freude. Das Essen sieht für mich ansprechender aus und ist dennoch ein ehrliches Bild für den Leser.

Wie sieht dein Alltag in der Küche aus? Fast Food, aufwendige Kochszenarien oder auch schnelle Alltagsküche wie bei mir?

Tschüss sagt der Kochlöffel von Freeveganlife.