Du dachtest bisher immer, dass es sehr teuer ist sich gesund zu ernähren? Der finanzielle Aspekt und die Vermutung, dass eine vegane Ernährung sehr kostenintensiv ist, halten dich bis heute von einer veganen Ernährung ab? Lass dich nicht beirren und fang noch heute damit an dich gesund und vegan zu ernähren. Und das ganz ohne auch nur einen Cent dafür auszugeben. Was? Ernährung soll kostenlos sein?

Richtig gehört, du kannst dir Lebensmittel besorgen und dir leckere Gerichte kochen, ohne einen müden Cent dafür auszugeben. Keine Sorge. Du musst dafür nicht bei deinen Nachbarn schnorren und deren Abwasch erledigen, damit sie dir eine Stulle vom Abendbrot abgeben. Du musst auch nicht wieder bei deinen Eltern einziehen, nur um dort kostenlos essen zu können.

Hast du schon mal etwas von Foodsharing (food = Essen + sharing = teilen) gehört?

Hierbei geht es darum Lebensmittel zu retten und die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Im Supermarkt steht uns ein umfangreiches Angebot an Lebensmitteln zur Verfügung und selbst verderbliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Brot sind noch bis Ladenschluss zu kaufen. Doch was passiert eigentlich mit Lebensmitteln welche Ihr Verfallsdatum überschritten haben, oder welche nicht gekauft wurden und verderben? Sie landen auf dem Müll. Dies führt zu enormen Mengen an Lebensmitteln welche täglich, monatlich, jährlich weggeschmissen werden. Beim Foodsharing geht es darum, einen Teil dieser Lebensmittel zu retten.

Ganz einfach kannst du Lebensmittel retten, indem du nur das kaufst, was du auch wirklich isst. Das klingt im ersten Moment logisch. Wieso sollte du etwas kaufen, was du später nicht ist? Doch so unlogisch ist es dann doch wieder nicht. Auch im Haushaltsmüll landen täglich enorme Mengen an Lebensmitteln. Der halb aufgegessene Joghurt, das geöffnete und nicht aufgegessene Senfglas, das Brötchen vom Vortag … Lebensmittel sind zu kostbar, als das sie im Müll landen sollten.

Mit foodsharing kannst du auf zwei Arten Lebensmittel retten. Zum einen kannst du deine Lebensmittel, welche du nicht schaffst aufzuessen (evtl. bist du das Wochenende nicht zu Hause, oder du fährst in Urlaub?) deinen Mitmenschen kostenlos zur Verfügung stellen.
Sogenannte Foodsaver retten auf diese Weise täglich zahlreiche Lebensmittel. Sie gehen in Geschäfte und holen die Lebensmittel ab, welche nicht verkauft wurden.

Zum anderen kannst du Lebensmittel retten, indem du die geretteten Lebensmittel isst. Du kannst Lebensmittel umsonst haben und dabei auch noch etwas Gutes tun, indem du der Lebensmittelverschwendung entgegen wirkst. Klingt das nicht gut?

Vielleicht fragst du dich nun, wie du deine Lebensmittel retten sollst, wenn du es nicht schaffst diese aufzuessen? Oder du fragst dich, wo du diese geretten Lebensmittel findest?

Über die Seite foodsharing kannst du die kostenlosen Lebensmittel finden, welche gerettet werden wollen. Du kannst dich umsonst auf der Seite anmelden, deinen Wohnort angeben und schon erscheinen Essenskörbe und FairTeiler in deiner näheren Umgebung. Wenn du die Essenskörbe anklickst, kannst du sehen welche Lebensmittel du wo bekommen kannst. Das kann zum Beispiel Gemüse sein, Süßigkeiten, Backzutaten, etc. Wenn du Kontakt zu der Person aufnimmst, welche den Essenskorb online gestellt hat, könnt ihr ausmachen wann und wo du die Lebensmittel abholen kannst. In Berlin habe ich eine zeitlang fast ausschließlich von Essenskörben gelebt. Es ist auch eine Einfachheit, dass du im Supermarkt nicht mehr lange überlegen musst, was du kaufen möchtest. Du kochst ganz einfach von dem Essen was die Essenskörbe hergeben. Wenn du dir die Map bei foodsharing anguckst, wirst du erkennen das diese Art von Lebensmittelrettung vorwiegend in Großstädten verbreitet ist.
Aber auch wenn du in einer Kleinstadt wohnst, gibt es Möglichkeiten. Neben den Essenskörben gibt es bei foodsharing auch noch markierte Stellen, wo sich in deiner näheren Umgebung FairTeiler befinden. Die bereits weiter oben angesprochenen Foodsaver holen in Geschäften Lebensmittel ab, welche ansonsten vor Ort weggeschmissen werden würden, weil sie nicht mehr verkauft werden können. Doch dies bedeutet nicht, dass die Lebensmittel nicht mehr frisch sind. Es liegt an dem Überangebot, welches die Geschäfte haben und an der Tatsache das die Lebensmittel bis Ladenschluss im vollen Umfang vorhanden sind. Das Beitragsbild von diesem Post zeigt Lebensmittel, welche ich in einem FairTeiler bei mir in der Nähe geholt habe. Die Lebensmittel sind allesamt frisch und teilweise sogar Bio Qualität. Ich gehe regelmäßig zu diesem FairTeiler und kann dort 3 mal die Woche zahlreiche, frische Lebensmitteln finden. Es ist immer wieder eine Überraschung, welche Lebensmittel es gibt. Mal ist es viel Gemüse, dann wieder viel Salat oder Obst. Mal alles und oft gibt es auch Aufschnitte, Brot, etc. Ich kann nur schwer verstehen wie täglich Massen von diesen guten Lebensmitteln auf dem Müll landen.

Mich würde deine Meinung zu dem Thema interessieren und ich werde in Zukunft sicher noch öfters über diese Thema schreiben. Nur weil wir nicht sehen, wie viele Lebensmittel täglich weggeschmissen werden, heißt es nicht das es nicht passiert.

Hast du dir schon mal Gedanken gemacht, was mit den Lebensmitteln (besonders die frischen und leicht verderblichen) welche nach Ladenschluss nicht verkauft wurden? Und hast du auch schon Erfahrungen mit foodsharing gesammelt, oder hast du andere Low Budget Ernährungstipps für mich? Dann würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen! 🙂